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Fazit Laos - Ist Laos eine Reise wert?

Wir haben wirklich schon sehr viele Flüge hinter uns und jedesmal ist der Landeanflug etwas ganz besonderes. Voller Neugier blicken wir aus dem Fenster (vorausgesetzt wir können einen Fensterplatz ergattern), was uns dort unten erwartet und alle paar Sekunden ein „Ohhh“ oder „schau mal hier“ oder „schau mal da“. Beim Landeanflug auf Luang Prabang war allerdings Stille. Wir waren sprachlos. Der Blick auf die saftgrünen Berge, wodurch sich der Mekong schlängelt war wirklich atemberaubend! Kurzzeitig haben wir tatsächlich bereut, die geplante Trekkingtour durch den Norden Laos aufgrund der Regenzeit geskippt zu haben und gleichzeitig beschlossen, dass wir definitiv irgendwann wieder kommen werden, um diese Tour nach zu holen.

Die Schönheit der Natur hat uns während der ganzen Laos Reise nicht enttäuscht und unsere Erwartungen wurden völlig übertroffen. Sicherlich lag es auch daran, dass wir mitten in der Regenzeit in Laos waren und die ganze Pflanzenwelt grüner erstrahlt als sonst. 

Luang Prabang Laos
Café Luang Prabang

Karibik meets Frankreich meets Südostasien

Angekommen in Luang Prabang, ein Mix aus Karibik, Frankreich und Südostasien. Wunderschöne Tempel treffen auf nette Cafés inmitten von karibischem Flair. Die angeblich schönste Stadt Südostasiens hat uns so sehr in ihren Bann gezogen, dass wir eine ganze Woche dort hängen geblieben sind. Und ja, für uns gehört Luang Prabang zu den schönsten Städten Südostasiens. Auch wenn sie wirklich gar nichts mit den asiatischen Metropolen wie z.B. Bangkok oder Kuala Lumpur zu tun hat, hat sie ihren eigenen Charme, der begeistert. Statt Verkehrschaos, Hektik und Menschenmassen erwarten einen Gelassenheit, romantische Gassen und entspannte Mönche, die die Straße entlang spazieren. Hach, wie schön.

Zu schön um wahr zu sein

Von Luang Prabang aus ging es zu den Kuang Si Wasserfällen, ein Highlight unserer ganzen Weltreise! Wir können es immer noch nicht fassen, dass es sich um wilde Natur handelt. Man meint, die Wasserfälle hätte jemand künstlich erbaut und anschließend türkises Wasser in die Pools laufen lassen. Wir wollten den Ursprung der Kuang Si Wasserfälle erkunden und haben uns auf den Weg hinauf gemacht. Über einen kurzen aber sehr steilen Pfad ist man relativ schnell oben angekommen und es lohnt sich allemal. Bis nach oben geht kaum jemand, weshalb es in dieser kleinen Oase super ruhig ist und bis auf ein paar Mönche, trifft man kaum andere Touristen. Nach dem kleinen Trek darf natürlich die Abkühlung in den (eiskalten) Wasserfällen nicht fehlen. Was für ein Erlebnis!

Kuang Si Wasserfälle
Kuang Si Wasserfälle

Partyhochburg vs. Outdoorparadies

Mit dem Minivan ging es auf einer abenteuerlichen Fahrt nach Vang Vieng. Wir hatten ehrlich gesagt richtig Bammel vor dieser Fahrt, denn im Internet kursieren ausschließlich Horrorstories darüber. Für uns unerklärlich, denn wir empfanden die Fahrt als relativ entspannt. Ja, es war sehr kurvig, steil und die Straßenverhältnisse sind nicht die besten, aber wenn wir an Indien oder Myanmar zurück denken, war das fast schon ein Träumchen. Vermutlich hing unsere positive Erfahrung aber auch mit der Wahl der Strecke zusammen. Es gibt eine alte und eine neue Straße. Wir fuhren die neue Straße, die scheinbar angenehmer zu befahren ist, als die alte Straße. 

Vang Vieng ist ein umstrittener Ort. Vor einigen Jahren war hier eine Backpackerhochburg wo es ausschließlich um Party, Alkohol und Drogen ging. Bekannt wurde der Ort durch das sogenannte „Tubing“, wo man sich in LKW-Reifen den Fluss entlang treiben lässt, wohl gemerkt in sehr berauschenden Zustand. Logischerweise kam es zu extrem vielen Unfällen, sogar Todesfällen, weshalb die Regierung diesen Eskalationen irgendwann ein Ende setzte. Der Ort an sich ist unspektakulär. Es ist nicht viel geboten und die Restaurants und Cafés wirken weniger einladend. Umso schöner ist das Umland von Vang Vieng. Ein richtiges Paradies für Outdoor- und Naturliebhaber. Wandern, Mountainbiken, Kajaking und nach wie vor Tubing sind beliebte Aktivitäten. Nachdem Chris gesundheitlich leider nicht fit war, fiel Kajaking sprichwörtlich ins Wasser, allerdings haben wir die Tage zuvor eine geniale Mountainbike Tour unternommen. Wieder einmal hat uns die Natur umgehauen. Es ging vorbei an großartigen Felsformationen, kleinen verschlafenen Dörfern und paradiesischen Wasserlagunen.

Mountainbike Vang Vieng

Moderne in Vientiane

Unser letzter Stop ist Vientiane, die Hauptstadt von Laos. Ehrlich gesagt haben wir von Vientiane überhaupt nichts erwartet, denn die Stadt wird meist als langweilig bezeichnet. Würden wir auch so unterschreiben, denn es gibt wirklich kaum Sehenswertes. Trotzdem bietet es sich an, hier einen Stop einzubauen. Wir finden den Kontrast zwischen dem Leben auf dem laotischen Land und dem Stadtleben sehr interessant, außerdem gibt es auch hier gute Cafés mit französischem Charme. 

Wobei wir hier modern evtl. in Anführungszeichen setzen sollten. Fastfoodketten, wie z.B. Mc Donalds oder Starbucks oder auch große Shoppingmalls oder Supermärkte sind in Vientiane (noch) nicht zu finden. Nur damit du dir etwas unter dem laotischen „modern“ vorstellen kannst.

Auch in Vientiane kommen wir mit Einheimischen ins Gespräch und man merkt den deutlichen Fortschritt im Vergleich zu den Menschen auf dem Land. Vielen Menschen in der Stadt ist es sehr wichtig, gutes Englisch sprechen zu können, sie sind moderner gekleidet und denken grundsätzlich globaler.

Vientiane

Laos ist wirklich ein tolles Reiseziel in Südostasien. Auch hier hat uns, wie in Myanmar, die Ursprünglichkeit und Authentizität des Landes beeindruckt. Es ist alles noch so unberührt und man ist mitten drin im Locallife. Unserer Meinung nach fühlt sich Laos ein bisschen wie light Thailand an, vielleicht wie Thailand vor zig Jahren?! Die Sprache ist ähnlich zu Thai und auch die Thaiküche setzt sich aufgrund der Nähe zu Thailand stark durch. Was wir vermissen, sind natürlich die wunderschönen Strände und das Meer, was vermutlich der Grund ist, weshalb nicht viele Touristen nach Laos finden.

 

Wir wären noch sehr gerne in den Süden Laos gereist. Mit Hektik und einem rasanten Reisetempo hätten wir vermutlich auch alles geschafft, was wir dort sehen möchten und hätten einige Tage später problemlos unseren Flieger ins nächste Land erwischt (den wir ausnahmsweise diesmal im Voraus gebucht haben, um uns den günstigen Flugpreis zu sichern). Allerdings sagte uns unser Bauchgefühl, dass wir doch lieber einen Gang runter schalten sollen, uns ein paar entspannte Tage in einem schönen Hotel machen und die Zeit der weiteren Reiseplanung widmen sollen. Und wenn wir etwas auf der Reise gelernt haben, dann ist es, dass man sich viel öfter auf sein Bauchgefühl verlassen sollte. So genießen wir momentan die letzten Tage in Laos und fiebern schon ganz gespannt unserem nächsten Reiseziel entgegen, denn wir haben fest gestellt, dass wir langsam aber sicher Südostasien-Overloaded sind und ein Tapetenwechsel her muss…

 

Fortsetzung folgt :-)  

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